Skrupellose Wilderer rotten die Bonobos aus

In der Demokratischen Republik Kongo töten professionell organisierte Wildererbanden systematisch den letzten Bestand an Wildtieren, um sie als „Buschfleisch“ auf den Märkten zu verkaufen. Im Kampf dagegen unterstützt macondo publishing den WWF durch Spenden, um einen Wildhüter komplett für seine Patrouillen-Tätigkeit im Kampf gegen die Bonobo-Wilderer auszurüsten.

Bonobos gelten neben den Schimpansen als die engsten Verwandten des Menschen. Sie sind jedoch bis heute die am wenigsten erforschten Großen Menschenaffen. Der weltweit einzige, natürliche Lebensraum der Bonobos liegt in einem schwer zugänglichen Gebiet in der Demokratischen Republik Kongo.

Der Salonga-Nationalpark ist mit 36.000 Quadratkilometern der größte Regenwald-Nationalpark in Afrika. Er ist die wichtigste Zuflucht der Bonobos. Doch auch dort sind die gejagten Menschenaffen nicht mehr sicher! Der Salonga-Nationalpark ist so groß wie Baden-Württemberg und schwer zu überwachen. Da haben es gut organisierte Wilderer-Banden bisher zu leicht. Ohne großes Risiko schlagen sie Profit aus dem Handel mit Bonobo-Fleisch oder Bonobo-Waisenkindern, die als (noch) lebendes „Spielzeug“ verkauft werden. So hat die Wilderer-Mafia die friedliebenden Bonobos schon fast ausgerottet.

Die Zerstörung des Lebensraums und vor allem die ungebremste Wilderei zur Gewinnung von Wildfleisch (bushmeat) bedrohen das Überleben der Art. Auch Bonobofleisch wird nicht nur lokal von Einheimischen und Holzfällern verzehrt, sondern gelangt über ein organisiertes Netzwerk bis nach Kinshasa und andere große Städte, wo eine starke Nachfrage nach Buschfleisch besteht. Selbst im einzigen Schutzgebiet für Bonobos, dem Salonga-Nationalpark, sind die Tiere kaum vor gut organisierten Wildererbanden geschützt.

Der WWF ist seit den 1970er Jahren in der Demokratischen Republik Kongo aktiv. Durch den Bürgerkrieg musste das direkte Engagement jedoch immer wieder unterbrochen werden. Seit der Befriedung des Landes hat der WWF seine Arbeit erneut aufgenommen. Neben wissenschaftlicher Feldarbeit unterstützt der WWF die Ausweisung neuer Schutzgebiete und engagiert sich in der Aus- und Weiterbildung des Schutzgebietspersonals.