40 Jahre Institut Bauen und Umwelt

Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Transparenz: Dafür steht das Institut Bauen und Umwelt. In diesem Jahr feiert es seinen 40. Geburtstag und kann auf eine Erfolgsstory zurückblicken. macondo publishing brachte hier seine komplette Verlagsexpertise ein: Konzeption, Redaktion, Bildredaktion, Gestaltung, Druck und Vertrieb der Broschüre.

Bauen und Umwelt gehören unmittelbar zusammen; erst durch das Bauen wird die Umwelt zum Lebensraum. Damit verbunden sind ein Energie- und Ressourcen-Aufwand. Diese im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung transparent und bewertbar zu machen, war vor 40 Jahren die Vision einiger weniger verantwortungsbewusster Baustoffhersteller. Heute ist dieser Gedanke bei den Produzenten von Bauprodukten zum Selbstverständnis geworden. Einmalig in Deutschland, aber auch auf der ganzen Welt hat sich eine Branche geschlossen dazu entschieden, nachhaltigkeitsrelevante Informationen wissenschaftlich-normativ zu erarbeiten und einer Verifikation zu unterwerfen. Die Baubranche ist damit Vorreiter aller Industriebereiche.

mehr dazu beim IBU  sowie in unserer Agentursektion

DGCN-Jubiläumskonferenz „Decade Of Action: Business Leadership In Challenging Times“

Die Transformation hin zu einer nachhaltigen Wirtschaft, mehr Klimaschutz und Regeln für eine gerechtere Gesellschaft – diese Themen standen im Fokus der international besetzten Konferenz anlässlich des 20-jährigen Bestehens des UN Global Compact (UNGC) und des Deutschen Global Compact Netzwerks (DGCN). An der hybriden Konferenz im Allianz Forum in Berlin und im Livestream beteiligten sich insgesamt mehr als 1.000 Zuschauer*innen und Gäste.

Das 20-jährige Jubiläum des UN Global Compact und des Deutschen Global Compact Netzwerks fällt zusammen mit einer der gravierendsten Krisen der letzten Jahrzehnte, der COVID-19 Pandemie. Unternehmen sind hier in besonderem Maße gefordert, die Welt nachhaltig zu verändern. Dabei bieten die Nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (SDGs) in herausfordernden Zeiten ein wichtiges Leitbild zur Orientierung.
Macondo publishing war an der Konzeption, Planung, Gestaltung und Vorbereitung beteiligt.

Das 20-jährige Jubiläum des UN Global Compact und des Deutschen Global Compact Netzwerks fällt zusammen mit einer der gravierendsten Krisen der letzten Jahrzehnte, der COVID-19 Pandemie. Unternehmen sind hier in besonderem Maße gefordert, die Welt nachhaltig zu verändern. Dabei bieten die Nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (SDGs) in herausfordernden Zeiten ein wichtiges Leitbild zur Orientierung.

Marcel Engel, Leiter der DGCN Geschäftsstelle, betonte zu Beginn der Jubiläumskonferenz, dass rund 45 weitere deutsche Unternehmen dem UN Global Compact seit Ausbruch der Pandemie beigetreten sind. Dies deute darauf hin, dass Nachhaltigkeitsthemen nicht an ihrer Relevanz für die Wirtschaft in diesen herausfordernden Zeiten eingebüßt haben. Thorsten Pinkepank, Vorsitzender des DGCN Lenkungskreises, umriss in seiner Einführung den zentralen Rahmen und die damit verbundenen Fragen der Konferenz: „Multikrisen brauchen Multistakeholder. Wir brauchen Transformation. Das ist unstrittig. Aber wohin? Wie schnell? Und wie können wir auf dem Weg Auseinandersetzungen in Dialoge überführen?“

Auch Sanda Ojiambo, neue Generalsekretärin und CEO des UN Global Compact, bestätigte diese Sichtweise: „Business as usual“ sei nicht länger eine Option. „Die Pandemie zeigt, dass wir widerstandsfähiger werden müssen.“ Eine Schlüsselrolle kommt dabei den Vorstandsetagen zu. Lise Kingo, ehemalige CEO des UNGC und in Berlin vor Ort, betonte deshalb in ihrer Keynote: „Nachhaltiges Wirtschaften ist heute eine strategische Entscheidung. Das Thema ist deshalb vom Untergeschoss der Abteilungen an die Spitze der Unternehmen, in die Vorstandszimmer, gerückt.“ Für ihre Leistungen als Leiterin des UN Global Compact in den Jahren 2015 bis 2020 erhielt die Dänin den erstmalig vom DGCN verliehenen „SDG Bär“ als Auszeichnung.

Transformation als Chance und Herausforderung

Die Bedeutung, aber auch die Stolpersteine der Transformation diskutierte das erste Podium zu „Business Leadership for Sustainable Development in the 2020s: Performance with Purpose”. Dr. Martin Brudermüller, Vorstandsvorsitzender der BASF, betonte, dass heutige Manager mehr Herausforderungen bewältigen müssten als jemals zuvor. „Wir hatten noch nie so viele Themen gleichzeitig, die wir teilweise auch gegeneinander ausbalancieren müssen. Vielleicht müssen wir uns auch ehrlich fragen, ob wir das denn auch alles gleichzeitig bewältigen können oder wo wir priorisieren müssen.“ BASF fokussiert sich beispielsweise auf das Thema Klimaschutz. Die Ludwigshafener wollen deshalb bis Ende 2021 für jedes ihrer Produkte einen „Product Carbon Footprint“ vorlegen. Dadurch werde der Impact auf das Weltklima transparent. Dieser soll schrittweise in Richtung CO2-Neutralität bis 2030 gesenkt werden. Zugleich gab Brudermüller zu bedenken, dass solche Transformationen nur mit und durch gesunde Unternehmen umsetzbar seien. Je länger jedoch die Covid-19 Pandemie anhalte, desto mehr Firmen würden in eine Situation gedrängt, in der sie um das Überleben kämpfen und weder Zeit noch Ressourcen für Transformationsprozesse hätten.

Für einen drastischeren Kurswechsel warb Prof. Dr. Maja Göpel: „Adaptive Denkweise, die nur auf Verbrauchsreduktion schaut, reicht nicht mehr. Wir erkennen, dass die Reboundeffekte das Gewonnene meist wieder zu Nichte machen. Wir brauchen deshalb echte Transformation.“ Die Wissenschaftlerin und Bestsellerautorin rief zu einer „großen Trendwende bei der Art, Dinge zu betrachten“ auf. Es sei keine Zeit mehr für Silodenken, sondern „Zeit für Ehrlichkeit“. Dazu gehört für Maja Göpel, dass die Ziele bereits klar formuliert seien. Darüber bräuchte man nicht mehr zu verhandeln. Jetzt gehe es vielmehr um die die Frage, warum das alles noch nicht erreicht sei. „Warum haben wir so viel Zeit vergeudet?“, fragte sie rhetorisch in die Runde.

Das griff Antje von Dewitz zustimmend auf: „Merkwürdig, dass es in unserer Gesellschaft so viel schwerer ist, Verantwortung zu übernehmen als keine Verantwortung zu zeigen.“ Von Dewitz ist Geschäftsführerin des Outdoor-Ausrüsters Vaude. Das schwäbische Unternehmen hat sich in der Textilbranche als Vorreiter für Nachhaltigkeit einen Namen gemacht. Sie gibt anderen Unternehmen den Rat, eine Betriebskultur zu schaffen, die den konstruktiven und transparenten Umgang mit Zielkonflikten erlaube.

Als Vertreter der Zivilgesellschaft stimmte Klaus Milke dem zu und erweiterte den Blick. Zielkonflikte gebe es ja nicht nur im Unternehmen, sondern vor allem zwischen Anspruchsgruppen. Milke ist Ehrenvorsitzender der NGO Germanwatch und Vorsitzender der Stiftungsplattform Foundations 20 (F20), einer Allianz für mehr Klimaschutz. Konflikte, so Milke, dürften nicht ausgelassen werden, aber nur mit gemeinsamem Handeln könnten die bestehenden und kommenden Herausforderungen gemeistert werden. Dabei spiele die Wirtschaft eine große Rolle, aber die Politik müsse die Entscheidungen treffen. Milke: „Wir dürfen Politik nicht aus der Verantwortung lassen. Wir brauchen ihre Guidance und ihre Regelungen.“ Zugleich warnte er davor, dass die „Räume, in denen die Zivilgesellschaft noch gehört wird und frei sprechen darf, immer kleiner werden.“

Auf dem Weg in eine CO2-arme Welt

Einen passenden Brückenschlag von der aktuellen Coronakrise zur Klimakrise schlug Patricia Espinosa, Generalsekretärin des UN Klimarates (UN Framework Convention on Climate Change). In ihrer Keynote unter dem Titel „A net zero future in a post-corona world” betonte die frühere mexikanische Außenministerin: „COVID-19 ist die drängendste Bedrohung, mit der die Menschheit heute konfrontiert ist, aber der Klimawandel ist die größte Bedrohung, der die Menschheit auf lange Sicht ausgesetzt ist. Führungspersönlichkeiten müssen sich fragen: Wie können wir zu einem proaktiveren und langfristigeren Modell übergehen?“

Prof. Dr. Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamtes, betonte im Rahmen der zweiten Paneldiskussion die Dringlichkeit der globalen Erwärmung. Derzeit bewege sich die globale Erwärmung auf einem 3,5 Grad-Pfad. Wolle man auf die im Pariser Abkommen völkerrechtlich vereinbarten 1,5 bis 2 Grad zurückkehren, müsse der CO2-Ausstoß alle zehn Jahre um 50 Prozent reduziert werden. Das sei ein ambitioniertes, aber notwendiges Ziel. Wird dieses durch die Corona-Pandemie in Frage gestellt? Das glaubt Messner nicht. Positiv sei die veränderte Einstellung vieler Menschen. Vor allem bei jungen Personen gebe es ein neues Nachhaltigkeitsbewusstsein. Messner verglich es mit dem „Washington Consensus“ vor 30 Jahren, als die Welt sich auf die Liberalisierung der Märkte und Privatisierung als gängigen Lösungsweg einigte. Heute könne Nachhaltigkeit diesen Grundkonsens bilden. Zugleich warnte der Präsident des Umweltbundesamtes davor, die Perspektive des globalen Südens zu vernachlässigen. Anders als bei der Finanzkrise 2008/2009 würden viele Wiederaufbaupläne nach Covid-19 die Realität der Entwicklungsländer nicht mitbedenken. „Aber das meiste davon wird nur in Kooperation mit dem Süden wahr werden.“

In der weiteren Diskussion ergänzten Dr. Maria Mendiluce, Wioletta Rosolowska und Georg Weber ihre Positionen. Mendiluce ist CEO der „We Mean Business“ Coalition. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss gemeinnütziger Organisationen, die mit den einflussreichsten Unternehmen der Welt zusammenarbeiten, um Maßnahmen gegen den Klimawandel zu ergreifen. Sie findet: „Die Ansprüche an Vorreiter*innen im Klimabereich sind deutlich gestiegen. Wir sehen Unternehmen, die sich für einen grünen Aufschwung einsetzen.“

Wioletta Rosolowska ist Geschäftsführerin von L’Oréal Österreich und Deutschland. Deutschland sei ein strategisch wichtiges Land und nach Umsatz der viertgrößte Markt der L’Oréal Gruppe. Sie findet, die eigenen Mitarbeiter*innen seien intrinsisch motiviert, das Thema Nachhaltigkeit voranzutreiben und das Unternehmen unterstützt das, indem diese Ziele mittlerweile auch Teil der internen Gratifikations- und Entlohnungssysteme seien.

Georg Weber ist Technikvorstand der Wilo Group. Der Konzern mit Hauptsitz in Dortmund ist ein weltweit führender Hersteller von Pumpen und Pumpensystemen. Weber zeigte in der Diskussion ganz praxisnah auf, wie Modernisierung sowohl ökonomisch als auch ökologisch nützt: Der Mittelständler biete effizientere Produkte an, die 90 Prozent weniger Energie verbrauchen. Würde man weltweit solche Pumpen verwenden, könnten bis zu 80 Kohlekraftwerke eingespart werden. Weber betont die Notwendigkeit von gesetzlichen Regulierungen wie die europäische Ökodesign-Richtlinie, um Unternehmen zu energieeffizienten Investitionen zu motivieren, die etwa 10 bis 20 Prozent teurer seien. Ohne Gesetze und Regulierungen würden Unternehmen nicht schnell genug handeln.

Wie zahlt das in die deutsche Nachhaltigkeitsstrategie ein?

Kanzleramtschef Helge Braun betonte in seiner eröffnenden Keynote am Nachmittag, dass wir in einer Zeit leben, „in der Nachhaltigkeit eine exponentielle Bedeutung bekommen hat“. Braun sieht Deutschland als „Vorbild und Vorreiter“ bei der Vereinbarung von Wohlstand und Nachhaltigkeit. Die Covid-19 Pandemie sei kein Grund, von anderen Pfaden, etwa beim Klimaschutz, abzuweichen. In der Krise müsse man vielmehr die Anstrengungen gleichzeitig angehen und verstärken. Das gelte auch für das in Arbeit befindliche Sorgfaltspflichtengesetz (auch als Lieferkettengesetz bekannt). Braun versprach den anwesenden Unternehmensvertreterinnen und -vertretern in Berlin zugleich, dass der Gesetzgeber keine unverhältnismäßigen Belastungen plane. „Es darf auf keinen Fall ein Bürokratiemonster werden.“

Achim Steiner, Leiter des UN Entwicklungsprogramms (UNDP), ergänzte per Videobotschaft die Zusammenhänge zwischen Entwicklung, Digitalisierung und Innovation. Noch immer lassen sich globale Probleme nämlich nicht allein durch eine veränderte Einstellung, sondern vielmehr durch verändertes Handeln unterstützt durch neue Technologien lösen.

Verantwortung entlang der Wertschöpfungskette war eines der zentralen Themen im abschließenden Panel „Wirtschaften im Sinne einer gerechteren Gesellschaft”. Mario Mehren, Geschäftsführer des Gas- und Ölunternehmens Wintershall DEA, wusste vor allem aus schwierigen Geschäftsumfeldern wie etwa Nordafrika zu berichten. Gunther Beger, Abteilungsleiter im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), erzählte von seinen Erfahrungen in der Textilbranche. Dort seien die Lieferketten vieler Betriebe transparent, die zahlreicher anderer aber nicht. Die Gesetzesinitiative wolle deshalb Standards festlegen, die für alle gelten. Provokativ fragte er: „Warum gibt es strengere Regeln für Produktsicherheit als für Menschenrechte?“ Auch Prof. Dr. Jutta Allmendinger warb für gesetzliche Regeln. Die Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin sagte: „Bei Freiwilligkeit stagnieren wir immer bei 50 Prozent. Wollen wir auch die anderen 50 Prozent in Bewegung bringen, braucht es dafür mehr Regeln und mehr Bürokratie.“

Dr. Sigrid Nikutta, Vorstandsvorsitzende der DB Cargo, wies darauf hin, dass die Wertschöpfungskette auch die Transportkette beinhalte und betonte die Notwendigkeit, menschenrechtliche Auswirkungen in Transportketten auch in Deutschland im Blick zu behalten. Weiterhin sieht sie in den Bereichen Chancengleichheit und vor allem Geschlechtergleichheit nach wie vor großen Handlungsbedarf in deutschen Unternehmen. Auch Prof. Dr. Jutta Allmendinger betont den Handlungsbedarf bezüglich Gendergerechtigkeit und bestätigte die Anmerkung von Gunther Beger, dass bei derzeitigem Tempo weitere 100 Jahre, und in der Wirtschaft sogar 250 Jahre notwendig sind, um Chancengleichheit zu erreichen. Im Hinblick auf die Verteilungsgerechtigkeit betonte sie zudem: „Je geringer die Ungleichheit, also der Abstand zwischen den Einkommen, desto größer ist die Zufriedenheit im Leben allgemein und in Krisen“.

Abschließend dankten Thorsten Pinkepank und Marcel Engel im Namen des DGCN allen Panellist*innen und Unterstützenden, insbesondere dem Allianz Forum, dem Bundesministerium für wirtschaftlichen Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), der Stiftung des DGCN und Conny Czymoch für die Moderation durch die Veranstaltung.

Bioplastik keine unbedenkliche Alternative zu Kunststoffen

Es kann aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen werden oder kompostierbar sein oder sogar beides. Aber sind diese Biomaterialien weniger bedenklich als herkömmliches Plastik, was ihre chemische Zusammensetzung betrifft? Nein, lautet das Ergebnis der bisher umfassendsten Laborstudie dazu, die heute in der Zeitschrift Environment International erschienen ist. Die dazugehörige Publikation wurde mit Unterstützung der macondo publishing umgesetzt. Wissenschaftler*innen um die Forschungsgruppe PlastX haben dafür Alltagsprodukte aus unterschiedlichen Materialien untersucht: Der Anteil an Produkten aus Biomaterialien, der schädliche Chemikalien enthält, ist genauso hoch wie bei Produkten aus erdölbasiertem Plastik.

Plastikprodukte stehen massiv in der Kritik. Schon ihre Herstellung aus fossilem Brennstoff gilt als wenig nachhaltig, das globale Plastikmüllproblem ist ungelöst, und wegen schädlicher Substanzen wie Bisphenol A geraten Alltagsprodukte aus Plastik immer wieder in die Schlagzeilen. Auf der Suche nach Alternativen werden vermehrt neue Materialien entwickelt, die vorteilhaftere ökologische Eigenschaften aufweisen sollen. Dazu gehören Biokunststoffe. Sie umfassen biobasierte Materialien wie Bio-Polyethylen, die aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen, und sogenannte bioabbaubare Materialien, die unter natürlichen Umweltbedingungen abbaubar sind wie Polymilchsäure (PLA). Auch pflanzenbasierte Produkte, die aus natürlichen Polymeren wie Cellulose bestehen, zählen zu den neuen Lösungen. Aber sind diese Biomaterialien, die als nachhaltige Alternative zu konventionellem Plastik vermarktet werden, hinsichtlich ihrer chemischen Zusammensetzung weniger bedenklich?

Dieser Frage ist die Forschungsgruppe PlastX unter der Leitung des ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung gemeinsam mit der Technisch-Naturwissenschaftlichen Universität Norwegen und der Goethe-Universität Frankfurt in einer Laborstudie nachgegangen. Es ist die bisher umfassendste Studie, in der Biokunststoffe und pflanzenbasierte Materialien auf ihre chemische Zusammensetzung und Toxizität hin untersucht und mit herkömmlichen Kunststoffen verglichen wurden.

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Cuve Waters Abschlussbericht Cover

Forschungsprojekt CuveWaters: Anpassung an den Klimawandel am Beispiel Namibia

Im Norden Namibias sind natürliche Wasserquellen seit jeher knapp. Es zeichnet sich ab, dass der Klimawandel den Druck auf die Ressource Wasser noch verstärken wird. Wie kann die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung dennoch gesichert werden? Wie gelingt die Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen oder die Ab-wasserversorgung? Im deutsch-namibischen Forschungs- und Entwicklungsprojekt CuveWaters ist es in enger Zusammenarbeit von Wissenschaft, Praxispartnern und Bevölkerung gelungen, Lösungen für eine nachhaltige Wasserver- und -entsorgung zu entwickeln und umzusetzen. Die gefundenen Lösungen sind Blaupause für andere sogenannte semiaride Regionen der Erde. CuveWaters wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Die macondo publishing GmbH war für die Entwicklung und Umsetzung des Schlussberichts verantwortlich.  Weiterlesen

Broschüre über das regionale Wasserressourcen-Management

ReWaM-Auftaktveranstaltung

Mit dem Förderschwerpunkt „Regionales Wassermanagement“ (ReWaM) fördert das BMBF die Entwicklung innovativer Technologien, Verfahren und Systemlösungen für eine nachhaltige Bewirtschaftung der Ressource Wasser. NaWaM-ReWaM bündelt die Aktivitäten des BMBF im Bereich der Wasserforschung innerhalb des BMBF-Rahmenprogramms „Forschung für nachhaltige Entwicklungen“ (FONA). Die macondo publishing GmbH ist für die Entwicklung und Umsetzung der Broschüren, Flyer und Poster verantwortlich. Weiterlesen

Fair play und CSR im Doppelpass – Fußball trägt Verantwortung

Foto: Jonas Hahn/ IHK Nürnberg

Foto: Jonas Hahn/ IHK Nürnberg

Sport verbindet über Grenzen hinweg und bietet Indentifikation für viele Menschen. Gerade der Fußball lebt von Emotionalität und dem Fairnessgedanken. Wertebasiertes, verantwortungsvoll ausgerichtetes Sportmanagement hilft daher den langfristigen sportlichen und damit wirtschaftlichen Erfolg zu sichern und kann gleichzeitig Vorbildfunktion in der Gesellschaft übernehmen. Dabei kann der Sport von nachhaltig aufgestellten Unternehmen lernen, andererseits können auch Unternehmen vom Sport lernen.

Bodenständigkeit, Traditionsbewusstsein und die Nähe zu den Menschen sind Werte, die zur gelebten Philosophie des FC Schalke 04 gehören. Durch Schalke hilft! möchte der Verein vor allem sozial schwächeren Menschen helfen und zeigen, dass er sich seiner besonderen Verantwortung bewusst ist. Dieses Bewusstsein war, so Geschäftsführer Sebastian Buntkirchen, Motivation, das soziale Engagement in einer gemeinnützigen Stiftung zu institutionalisieren. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Förderung von Bildung und Chancengleichheit für benachteiligte Kinder, Jugendliche und Familien aus der Region.

CSR bedeutet Verantwortung und Engagement im Kerngeschäft. Das gilt auch im Fußball. Neben zusätzlichem, sozialem Engagement gilt es hier also genau wie in anderen Wirtschaftsunternehmen in der Wertschöpfungskette ökonomische, ökologische und gesellschaftliche Risiken und Chancen wie auch Herausforderungen der Globalisierung zu identifizieren. Aufbauend auf einer Wertekultur und den jeweiligen Kernkompetenzen sind dann Erfolgsziele in den jeweiligen Handlungsfeldern in einer CSR-Strategie zu definieren. Dabei geht es sehr wohl auch um „schwierige“ Themen, die mit dem Profifußball verbunden sind.

Katharina Wildermuth, Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim 1. FC Nürnberg sieht in der strukturierten Bündelung von CSR-Aktivitäten in einer werteorientierten Marke mit hoher Identifikationskraft die Chance, den Club vorbildlich zu positionieren und nachhaltig zu stärken. Auch Tobias Rauber, Koordinator des Füchsleclub beim Sportclub Freiburg, möchte mit organisierten CSR-Management Engagement und Verantwortung des Vereins in einer einer regional verankerten Marke befördern.

Johannes Jäger, Sportökonom und Reisender in Sachen CSR-Management im Fußball, zeigte ergänzend aus seinen Erfahrungen die unterschiedlichen Aufstellungen und Ausstattungen der Vereine in der Bundesliga und der englischen Premier League in organisatorischer und finanzieller Hinsicht auf, die gesellschaftliches Engagement befördern.

Dr. Elmer Lenzen, Geschäftsführer von macondo publishing, moderierte diesen Tagungsteil beim CSR-Symposium am 3. Juli 2014 der bayerischen Industrie- und Handelskammern und der Wirtschaftskammer Salzburg für Unternehmer und Manager, Wien.

Nachhaltiger Apfelsaft schafft Arbeitsplätze

Sozial, fair und regional: So produziert Christian Langrock Apfelsäfte direkt aus „Nachbars Garten“, wie der Markenname verrät. Gemeinsam mit Jan Schierhorn ist er Geschäftsführer der gemeinnützigen GmbH “Das Geld hängt an den Bäumen“. Obst, das sonst in Hamburger Hausgärten und Streuwiesen verderben würde, erntet das Unternehmen in Zusammenarbeit mit Hamburger Behindertenwerkstätten. Die Mitarbeiter werden aus den Einnahmen des Saftvertriebs bezahlt und erhalten durch ihre Tätigkeit Zugang zum ersten Arbeitsmarkt.

Auch wenn soziales Engagement und sinnvolle Verwertung von Lebensmittel Langrock und Schierhorn wichtig sind, behalten sie dennoch die Wirtschaftlichkeit im Blick. Da das nicht immer leicht ist, werden sie von den Sustainable Business Angels (SBA) betreut, darunter der gelernte Brauer und Bionade-Gründer Peter Kowalsky. Langrock ist froh über seine Berater: „Die SBAs standen selbst vor vielen Jahren vor ähnlichen Herausforderungen wie wir heute. Wir können von ihrem Erfahrungsschatz profitieren.“

Zur Qualitätssicherung setzen die Unternehmer auf Reife und schonende Verarbeitung der Früchte. Dass das Produkt einwandfrei ist, bestätigt außerdem das Fresenius Institut. Die fertigen Säfte werden meist direkt, ohne Zwischenhändler persönlich verkauft. So können Kunden und Verkäufer direkt ins Gespräch kommen. Dabei wird auch klar: Die besonderen Bedürfnisse der Mitarbeiter mit Behinderungen stellen kein Ausschlusskriterium dar – im Gegenteil: Beim Pflücken und Verkaufen kann fast jeder helfen. „In vielen Situationen spüren wir, dass die Beschäftigten der Elbe-Werkstätten und unsere eigenen Mitarbeiter stolz sind auf das Resultat ihrer Arbeit“, so Langrock. Was für Langrock außerdem zu Nachhaltigkeit zählt, wie der gelernte IT-Fachmann zum Saftproduzenten wurde und warum für ihn die SBAs genau die Richtigen sind, erklärt er im Interview.

Upcycling Fashion: Aus alt mach neu

Münster (SBA-Initiative) – Alten Klamotten geht das Designerteam von aluc an den Kragen – und kreiert originelle Mode mit Nachhaltigkeitsfaktor. Verkauft werden die Unikate in ihrem Upcycling Fashion Store in Berlin. Kritisch hinterfragen sie die Schnelllebigkeit und Überproduktion der Modebranche: „Ist es wirklich sinnvoll, neue Stoffe herzustellen, solange riesige Mengen an Abfall aus der Textilindustrie jeden Tag auf der Müllkippe landen oder verbrannt werden?“ Das Slow Fashion Prinzip, faire, ressourcenschonende Produktion und soziales Engagement sind ihre Antworten darauf. Im Interview mit der SBA-Initiative verraten sie darüber hinaus, wie sich ihre Start-up Idee gegenüber der Wegwerfmode etabliert, welche Herausforderungen und Chancen damit verbunden sind und wie sie die Schere zwischen Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit meistern. Unterstützung erhalten sie dabei von der SBA-Initiative, die aluc als neues Jungunternehmen in ihr Förderprojekt aufgenommen hat. Ihre Mentoren Peter Kowalsky und Jürgen Schmidt beraten sie auf regelmäßigen Treffen zu aktuellen Problemfeldern und helfen mit professionellem Feedback bei der Zielführung und Strukturierung kommender Aufgaben.

Das vollständige Interview erschien am 8. April auf der Internetseite der SBA-Initiative. Sie finden es >> hier.

FAIR 2013 zeigt neue Möglichkeiten für nachhaltiges Leben

Was ist notwendig, um Nachhaltigkeit in Deutschland zu fördern? Welche Lebensmittel sind wirklich fair gehandelt? Wo gibt es verantwortungsvoll produzierte Elektronik, und welche Textilien kann der Verbraucher mit gutem Gewissen kaufen? Auf diese und andere Fragen hat die am Sonntag zu Ende gegangene Messe FAIR Trade & Friends 2013 Antworten gegeben. Über drei Tage nutzte UmweltDialog die Möglichkeit, sein Angebote einem interessierten Publikum zu präsentieren und in den Dialog mit Nachhaltigkeitsexperten zu treten. >> mehr …